die Med-O-Card - Forschungsprojekt am Marienhospital
Testphase beginnt im März 2010 - Digitaler Mutterpass und Medikamentencheck als weitere Projekte geplant.
Hannover/Frankfurt am Main. 4. März 2010. Das Marienhospital in Bottrop und
die Med-O-Card AG, Anbieter von Lösungen im Gesundheitsmanagement, und haben
vereinbart, die USB-Gesundheitskarte und ihre Funktionalität zu testen. Ziel
der Kooperation ist es, den Patienten während sämtlicher Stadien seines
Klinikaufenthalts in die medizinische Versorgung einzubinden, dadurch eine
ganzheitliche Behandlung sicherzustellen und die Behandlungsqualität zu
erhöhen. Noch im März beginnt die Testphase in der Orthopädie-Abteilung. Bei
einem erfolgreichen Test soll die Med-O-Card auch in der Radiologie und dann
Schritt für Schritt in weiteren Abteilungen eingesetzt werden. „Der
ganzheitliche Ansatz unserer medizinischen Versorgung ist Ausdruck unseres
kirchlich-caritativen Auftrags. Die Med-O-Card sichert die Verfügbarkeit
aller hierfür erforderlichen Informationen und fördert die aktive Mitwirkung
des Patienten an Behandlung und Rehabilitation. Sie wird uns dabei helfen,
unseren ganzheitlichen Ansatz administrativ umzusetzen“, sagt Dr. Ulrike
Ellebrecht, MPH, Geschäftsführerin des Marienhospitals.

Die Med-O-Card ermöglicht es mit ihrer Speicherkapazität von derzeit 16
Gigabyte, mit Zustimmung des Patienten sämtliche Gesundheitsdaten zu
speichern und für die Nutzung durch Ärzte und Klinikverwaltung bereit zu
stellen. Ein Schwerpunkt des Tests wird bei Sportverletzungen,
Hüftgelenksoperationen und Osteoporose liegen, also bei Indikationen, die in
der Regel hoch volumige Röntgenbilder erforderlich machen. Die Speicherung
der Gesundheitsdaten erfolgt über Schnittstellen zwischen der Med-O-Card und
den Kliniksystemen (KIS, PACS). Bei der Entlassung erhält der Patient seine
persönliche Med-O-Card, auf der alle Behandlungen, Bildaufnahmen und
Operationen im Detail festgehalten sind. So entsteht eine digitale Fallakte,
die mit den ebenfalls gespeicherten Arztbriefen nach dem Klinikaufenthalt an
den einweisenden Arzt weitergegeben werden kann. Auf diese Weise werden auch
die niedergelassenen Ärzte in das ganzheitliche Konzept des Marienhospitals
und in den Test mit einbezogen. Beginnend mit einer kleinen Zahl
ausgewählter Haus- und Fachärzte kann langfristig jeder niedergelassene oder
Facharzt mit Fallakten des Marienhospitals arbeiten und umgekehrt.
Nach erfolgreichem Abschluss des Tests plant Med-O-Card AG gemeinsam mit dem
Marienhospital Bottrop und weiteren Krankenhäusern noch im Laufe des Jahres
zwei soziallpolitische Projekte, die beim Bundesministerium für Gesundheit
zur Förderung angemeldet werden:
• Durch Erfassung der Schwangerschaftsdaten ab dem ersten
Ultraschallbild kann auf der Med-O-Card ein digitaler Mutterpass angelegt
werden. Das integrierte Ablaufprogramm führt die am Projekt teilnehmenden
Mütter durch die Schwangerschaft und alle Stadien des Baby-, Kleinkind-,
Kindergarten- und Schulstadiums. Es werden weder
Kindervorsorgeuntersuchungen noch Impfungen vergessen oder nicht
registriert. Das Programm hilft bei Kinderkrankheiten und bei der
Früherkennung von Problembereichen, etwa Übergewicht. Die Daten des Kindes
können von der Geburt bis ins hohe Alter weitergeführt werden.
• Der Medikamenten-Risiko-Check der Med-O-Card bietet wirksamen
Schutz gegen Fehlmedikation. Fehler schleichen sich durch Dosierungsfehler
und Nichtbeachtung von Allergien und Kontraindikationen bei der Verordnung
durch den Arzt, bei der Übergabe der Verordnung in das Pflegepersonal, bei
der Zusammenstellung der Medikamente und bei der Verabreichung am
Krankenbett ein. Durch Nutzung der USB-Gesundheitskarte bei der Medikation
will das Marienhospital Bottrop dieses weltweit verbreitete und bislang noch
nicht gelöste Problem von deutlich minimieren oder ganz abstellen.
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Marienhospital Bottrop

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